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05.07.2010 - LEICHTATHLETIK - Maier bei Affenhitze heiß auf neue Rekorde


SVB-Mädchentrio erreicht Platz drei in der Mannschaftswertung

 

Von Jörg Manthey


Bielefeld (WB). Im Glutofen des Stadions Werreanger in Lage hat Alexander Maier eine neue Zehnkampf-Bestleistung geschmiedet. Bei den Westfälischen Mehrkampfmeisterschaften stellte der A-Jugendliche vom VfB Fichte in mehreren Teildisziplinen neue persönliche Rekorde auf und belohnte sich mit Platz fünf!

Auch das Trio der SV Brackwede überraschte sich selbst und Trainer Maciej Jedral mit 10 635 Punkten und einem sensationellen Bronzerang in der Mannschaftswertung der weiblichen Jugend B.
»Die Sonne meiden, in jeglicher Beziehung«, lautete die Devise von VfB Fichte-Trainerin Kerstin Poltrock bei Temperaturen von 38 Grad Celsius. Poltrock hat seit 1984 immer noch den Mehrkampf-Kreisrekord inne.
Der A-Jugendliche Alexander Maier trat an, die 5500-Punkte-Marke zu knacken. Gemeisterte 1,77 Meter im Hochsprung bedeuteten eine saubere Steigerung von zehn Zentimetern. Auch über 110 m Hürden, die 400 m (Steigerung um zwei Sekunden), im Weitsprung und mit dem Diskus stellte er ein neues Optimum auf. Knapp 27 Meter konnten ihn hier jedoch nicht zufrieden stellen. Er hatte angesichts Spitzenleistungen im Training von 36 Metern mehr gewollt. »Alex ist kein Werfer, eher ein Springer«, urteilte Poltrock.
Gleichwohl wurde es gestern im Stabhochsprung kritisch. Diese schwierige technische Disziplin hatte Maier bislang gar nicht trainieren können. Erst im zweiten Versuch meisterte er die Anfangshöhe von 2,80 Meter. »Friedrich Puhlmann und ich haben ihn zusammen rübergehoben«, schmunzelte Trainer Heinz Klatt. Am Ende waren 3,00 Meter für ihn das Maß aller Dinge. Beim Speerwurf knickte Maier ein, blieb sechs Meter hinter seinen Möglichkeiten zurück. Die abschließenden 1 500 Meter bestritt er mit Blasen an den Fersen und addierte einen weiteren Glanzpunkt von 4:36,33 Minuten hinzu. Nach zwei langen Tagen standen spitzenmäßige 5 604 Punkte zubuche, eine Verbesserung um 549 Zähler. Und die Erkenntnis, in Westfalens A-Jugend-Rangliste der »Könige der Athleten« Fünftbester zu sein.
Unter den Augen der zweimaligen Siebenkampf-Weltmeisterin Sabine Braun, Trainerin der Wattenscheider Delegation (»Ich will meinen Erfolg an den Nachwuchs weitergeben«), war Annike Schultze beste Brackwederin im Feld und schloss in der Landeswertung mit 4169 Punkten auf Gesamtplatz vier ab. Wohl auch wegen hartnäckiger Schmerzen im rechten Fuß verlief der Hürdensprint »wie erwartet nicht gut«. Beim Kugelstoßen (9,48 m) kam sie in den Bereich ihrer Bestweite. Ihre 1,64 Meter im Hochsprung stellten immerhin die zweitbeste Leistung ihrer Altersklasse dar. Den ersten Wettkampftag empfand Schultze als »ganz okay. Aber am Samstagabend hatten wir alle tierische Kopfschmerzen und waren total am Ende«.
Frauke Pollklesener, die Westfälische Schülermeisterin, behauptete sich in ihrem ersten Jahr in der Jugend B als Siebte mit Bravour. Sie strauchelte beim Hürdenlauf, rappelte sich ob der Mannschaftswertung aber rasch wieder auf und lief wacker durch. Mutter Anke drückte ihrer Tochter in Lage die Daumen. »Ich springe immer mit. Manchmal würde ich Frauke am liebsten den Speer aus der Hand reißen«.
Kathrin Stier absolvierte ihren ersten Mehrkampf nach zwei Jahren und nach längerer Krankheit »just für fun«. Ihr oberstes Ziel »Überleben« bewältigte sie und stellte mit dem Speer sogar eine neue persönliche Bestmarke auf. Annike Schultze: »Wir sind ziemlich stolz auf Kathrin. Wir haben echt nicht damit gerechnet, Dritter mit unserer Mannschaft werden zu können«.

Artikel vom 05.07.2010

Zeitungsausschnitt vom 05.07.2010

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