Bielefeld (cwk). Mit zwei Vizetiteln und mehreren persönlichen Bestmarken kehrten die Bielefelds Leichtathletiktalente von den Westfälischen Jugendmeisterschaften zurück: Im traditionsreichen Gladbecker Stadion erfüllten sich für Annike Schultze (SVB) die Hoffnungen auf "Silber" im Dreisprung der B-Jugend und Hammerwerfer Lukas Rappolt (VfB Fichte) gewann ein spannendes Duell um die A-Jugend-Vizemeisterschaft.
Rappolts persönliche Bestweite aus dem Vorjahr hatte bei 43,22 m gestanden. In Gladbeck übertraf er diese Marke in jedem seiner gültigen Versuche, der schwächste wurde mit 44,15 m gemessen. Im fünften Durchgang steigerte er sich auf 46,64 m und zog an dem in dieser Saison bislang höher notierten Olfener Timo Neuhaus vorbei, der im dritten Versuch 46,34 m vorgelegt hatte. Für den Fichte-Athleten ist das Traumziel 50 Meter wieder ein Stückchen näher gerückt.
Die zweitbeste Platzierung in der MJA gelang Lukas Wecker (SVB) über 1.500 Meter. "Leider entwickelte sich ein unruhiges und unrhythmisches Rennen, weil von den Favoriten niemand Tempo machen wollte", bedauerte Trainer Thomas Heidbreder. Zwar konnte Wecker als Vierter mit 4:11,32 Min. seine Saisonbestzeit leicht aufwerten; doch es war schade, dass ihm am Ende zwei Schritte am Bronzerang fehlten, der mit 4:11,11 Min. vergeben wurde. In den Langsprints unterbot Alexander Maier vom VfB Fichte seine bisherigen Bestmarken; aber in starken Feldern reichten 23,55 Sek. (200 m) und 53,01 Sek. (400 m) nur für die Plätze 17 und 12.
Die beiden in der WJB vielseitig beschäftigten Brackwederinnen hatten immer wieder Grund zur Freude. Mit ihrem bisher zweitbesten Dreisprung-Ergebnis von 11,30 m unterlag Annike Schultze nur der hoch favorisierten Deutschen B-Jugendmeisterin Julia Dieckmann (TV Gladbeck, Bestweite 12,85 m), die an diesem kühlen Samstag mit 12,15 m auch unter Wert blieb.
Im Hochsprung griff Annike Schultze mit neuer Saisonbestleistung von 1,64 m nach einem weiteren Vizetitel; doch den schnappte ihr die höhengleiche, aber mit weniger Fehlversuchen belastete Hagenerin Vivian Gregg weg. Schließlich erreichte die Brackwederin auch das Weitsprungfinale und wurde Siebte mit 5,36 m.
Vorjahrsschülerin Frauke Pollklesener zeigte weitere Fortschritte im Hürdensprint. Schon im Vorlauf verbesserte sie sich auf 15,05 Sekunden, um im B-Finale noch mal nachzulegen und mit 14,99 Sek. erstmals das 15er-Limit zu "knacken". Insgesamt sprang gegen starke Konkurrenz der achte Platz heraus. Auch über 400 m Hürden blieb sie als Fünfte mit 68,91 Sek. unter einer markanten Zeitgrenze. Eher enttäuschend waren hingegen die 27,20 Sek. über 200 m (Rang 11).
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Dokument erstellt am 21.06.2010 um 17:06:22 Uhr
Letzte Änderung am 21.06.2010 um 20:15:02 Uhr



